Akupunktur - Informationen für den Tierbesitzer
Waren Sie selbst oder eines Ihrer Tiere schon einmal bei einer
Akupunkturbehandlung? Nein!
Glauben Sie uns - Sie haben etwas versäumt!
Was ist überhaupt Akupunktur?
Da kommt jemand und sticht Nadeln in Ihr Tier ...
Sie verbinden Nadeln eventuell mit Spritzen, die weder Ihnen noch
Ihrem Tier angenehm sind?
Sie denken angsterfüllt an nervenaufreibende Tierarztbesuche, weil Ihr
Tier Angst hat?
Akupunktur ist etwas ganz anderes.
Es beginnt schon damit, dass der Akupunkteur keine (Spritzen-) Kanülen
verwenden sollte, sondern spezielle Akupunkturnadeln.
Die Akupunkturnadeln bereiten normalerweise keine Schmerzen. Im
Gegenteil!
Die Akupunktur ist eine uralte Therapie aus Asien. Erste Aufzeichnungen über die Akupunktur an Mensch und Tier sind über 6000 Jahre alt.
Wie wirkt die Akupunktur?
Die Frage ist nicht so leicht zu beantworten:
Wagen wir einen kleinen Einblick in die chinesische Philosophie:
Wir Europäer haben ein völlig anderes Weltbild als die Asiaten. Für
den Asiaten ist alles ein Energiefluß, ein Makro und Mikrokosmos, in dem
alles harmonisch miteinander verbunden ist und fließen sollte. Das hat
nichts mit Hokuspokus oder Esotherik zu tun, es ist eine
Lebensanschauung.
Auch der Körper Ihres Tiers ist fließende Energie - das sogenannte Qi
- und im Idealfall ist dieses Qi mit sich und der Natur im Einklang bzw.
in Harmonie.
Das Qi fließt in einem festgesetzten Energiefluß durch den Körper und
durchzieht ihn wie ein Netzwerk mit groben und feinen Strukturen.
Das Qi verbindet alles im Körper miteinander. Es verbindet aber auch
den Körper mit seiner Umgebung und der Natur.
Der Akupunkteur nimmt Einfluß auf das Qi, das Fließen der Energie.
Die Akupunktur ist somit eine energetische Therapieform bzw. eine
Regulationstherapie.
Akupunktur - Asiatische Weltanschauung
In der chinesischen Philosophie gibt es den Spruch: Wo der Fluß
nicht mehr fließt, da stinkt das Wasser.
Der Akupunkteur bringt vereinfacht dargestellt Störungen im Qi-Fluß wieder in Harmonie. Er setzt spezielle Nadeln in Akupunkturpunkte und übt einen Reiz aus. Dieser Reiz kann verschiedene Funktionen haben, er kann anregend oder beruhigend sein.
Wann wird Akupunktur bei Tieren angewendet?
Wann ist die Akupunktur bei Tieren von Nutzen?
Diese Frage interessiert Sie als Tierbesitzer besonders - verzeihen
Sie uns den kleinen Ausflug in die chinesische Philosophie. Generell ist
die Akupunktur immer dann von Nutzen, wenn der Körper noch
regenerationsfähig ist. Eine abgestorbene Zelle kann den Reiz nicht mehr
aufnehmen. Im Klartext - alle noch funktionierenden Körperteile können
mit Akupunktur beeinflußt werden.
Bekannt ist die Akupunktur als Schmerztherapie, aber das ist nur ein
kleiner Bereich. Sie können Erkrankungen des Bewegungsapparates z.B.
Arthrosen, Lähmungen und
vieles mehr behandeln lassen. Oder Atemwegserkrankungen wie Asthma
oder eine Grippe, Kehlkopfentzündungen etc.
Ein großes Einsatzgebiet sind auch Stoffwechselprobleme, unter denen
auch unsere Tiere vermehrt leiden. Aber auch Schwächezustände z.B. nach
einer Operation oder einer schweren Erkrankung; Hautprobleme,
Augenentzündungen, Geburtsschwierigkeiten und vieles vieles mehr.
Natürlich nimmt der Akupunkteur auch Einfluß auf das geistige Wohlergehen Ihres Tieres und der wohltuende Effekt einer Sitzung sollte auch für Sie als Tierbesitzer sichtbar sein.
Eine Akupunktursitzung
Eine Akupunktursitzung ist nicht schmerzhaft und hat oft eine
beruhigende, entspannende sogar einschläfernde Wirkung. Da Ihr Tier
hinterher eventuell etwas müde ist, sollten Sie nach der Sitzung keine
großen sportlichen Leistungen mehr abfordern.
Natürlich gibt es Ausnahmen: Manchmal reagieren Tiere aus Angst oder Mißtrauen negativ auf die Nadeln. Bei einer akuten Erkrankung kann es manchmal auch notwendig sein in einen schmerzhaften Bereich zu stechen. In diesem Fall kann der Therapeut auf Laser- oder Elektroakupunktur ausweichen. Ein guter Therapeut wird immer den Einzelfall und die jeweiligen Umstände berücksichtigen.
Generell gilt jedoch: Die Sitzung ist für Ihr Tier angenehm. Sie sollten bei Ihrem Therapeuten nachfragen und gesundes Mißtrauen zeigen, wenn Ihr Tier starke Abwehrreaktionen zeigt.
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